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Über Kreativität, Inspiration und so manche Hürden

Written by sophiesollmann

Lange ist es noch nicht her, dass meine erste Eigenkreation ihren Weg in die unaufhaltsame Welt der neuen Medien gefunden hat.

Und auch, wenn ich dies aus eigenem Wille und persönlichem Interesse betreibe, muss ich mich oftmals kreativen Blockaden stellen. Kreativität mag zwar zu einem Großteil in der Natur des Menschen stecken, diese Tatsache schließt jedoch harte Arbeit nicht aus.

 

Die Kreativität und seine Hürden

In seltenen Fällen ist es tatsächlich so, dass mich ein Motiv regelrecht anspringt und das Foto ohne viel Anstrengung und Perspektivenwechsel gelingt. Pures Glück. Denn meistens passiert es mir, dass das Gesichtete zwar fotogen erscheint, das Licht aber regelrecht katastrophal ist. Mit der Fotografie ist das so eine Sache: Motive, die vor mir liegen, können in der Realität, in dem Moment, wo ich sie festhalten möchte, noch so wunderschön erscheinen, doch das geschossene Foto bildet etwas vollkommen Realitätsfernes ab. Und dann gibt es noch folgendes Szenario: Ich finde einfach nichts, was schön ist. Wo bekomme ich also das nächste Motiv für mein Bild her?

Habe ich mir diese Frage einmal gestellt, beginnt eine lange, ermüdende Suche. Nach Gegenständen, Menschen, Orten… Mein Geduldsfaden reißt meistens bereits nach wenigen Minuten. Oft sind es die Dinge, die wir nicht erwarten, die uns ein schönes Foto bescheren. Ich bin weder Fan von lang geplanten, inszenierten und gestellten Bildern, noch habe ich ein besonderes Talent dafür. Meine Linse fokussiert meistens ein einziges Motiv, der Rest verschwimmt im Hintergrund.

quote-left  Die besten meiner Bilder sind innerhalb weniger Sekunden entstanden, aus Leidenschaft und Bauchgefühl.

 

Meine Einstellung zur Fotografie

Ich weiß nicht genau was mich dazu bewegt hat, der Schönheit der Welt so viel Wert beizumessen. Man sagt immer, man soll im Hier und Jetzt leben und es müsse nicht das halbe Leben auf Fotos fest gehalten werden. Ich stimme dieser Einstellung voll und ganz zu, jedoch finde ich, dass es kaum etwas Schöneres gibt, als anhand von Bildern ganze Situationen und Gefühle festhalten zu können, die irgendwann Vergangenes werden und an das wir uns durch genau diese Bilder später einmal erinnern können. Manche Fotos sind auch einfach nur schön, ohne Wert, ohne Geschichte. Und ich finde es bewundernswert, wie wir es uns angeeignet haben, das Schöne zu erfassen, zu ergreifen, und genau den richtigen Blickwinkel zu finden, um das Bild einzigartig werden zu lassen.

 

Wer mich inspiriert

Fotografie hat mich schon immer inspiriert. Ich komme aus einer Familie, in der jeder Einzelne seine ganz individuelle Kreativität besitzt. Meine Mama ist der Mensch mit dem allergrößten Gespür für die Details des Lebens. Innendesign,  alte Dinge von Flohmärkten und ihre drei Kinder lassen ihr Herz höher hüpfen. Selten habe ich jemanden kennen gelernt, der mehr Wert auf kleine Dinge und Gesten legt und sich so viele Gedanken über das Schenken und Geben macht. Meine kleine Schwester Marie sprüht regelrecht vor Vielfältigkeit und Talent. Ihre bewundernswerteste Fähigkeit ist aber wohl das Schreiben. Ihre Geschichten versetzen einen in eine andere Zeit zurück, am liebsten wäre sie wohl neben Jane Austen aufgewachsen. Ihr unfassbares Gespür für die alte Sprache die in unserer Zeit kaum mehr  zu existieren scheinen, ist für mich etwas nur schwer verständliches, da ich es nicht besitze.

  Ich liebe an meiner Familie, dass wir unsere unterschiedlichen Kreativitäten gegenseitig so schätzen und jeder auf die Talente des anderen stolz ist.

 

Was mich dazu bewegt hat, auch öffentlich kreativ zu sein

Zu sehen, was andere mit wenig Equipment und aus eigener Kraft erschaffen können, hat mich inspiriert. Ermutigt hat mich außerdem, dass ich meine Kreativität nicht nur in mir drinnen behalten wollte. Es gibt nichts Unbefriedigenderes als zu wissen, dass man etwas kann, aber eigentlich so gut wie nichts damit anfängt. Man möchte schließlich stolz auf sich sein. Es geht vor allem darum, dass die eigene Arbeit Bewunderung findet. Nicht nur bei jenen, die wir lieben, sondern auch von ganz objektiven Wesen. Denn egal was wir uns vorsagen, wir streben im Leben nach Anerkennung. Für das, was wir sind und schaffen.

Mein oberstes Ziel ist aber nicht Bewunderung. Mein Ziel ist Glück, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Die Fotografie, das Designen und  das Schreiben lassen mich genau das erreichen. Ich fühle mich gut, produktiv und stolz.

Für Interessierte zum Thema Kreativität – hier ein spannender Artikel der ZEIT: http://www.zeit.de/2012/49/Inspiration-Ideen-Bleistift-LSD-Dunkelheit-Maggi-Abenddaemmerung. 

with love and happiness

sophie sollmann